Willkommen in meiner Chaosküche

Hier findest Du die Ergebnisse und Katastrophen meiner experimentellern Küche.

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Echt ostfriesisch

Dienstag, 2. Januar 2007

Echt ostfriesisch - Neujahrsröllchen

Über die Feiertage war ich bei meinen Eltern. Bei uns in Ostfriesland dürfen im neuen Jahr die Neujahrsröllchen, Rullerkes oder Knappkauken, wie mein Opa sagt, nicht fehlen. Also habe ich mit meiner Mutter welche gebacken. Mein Freund meint, sie erinnern ihn an Eiswaffeln, aber ich finde, sie haben einen ganz besonderen eigenen Geschmack, irgendwie nach Heimat.

Zutaten für den Teig: (ergibt ungefähr 35 Röllchen)

200 g Kandis oder Kluntje, wie man bei uns sagt
125 g Butter
1 Ei
350 g Mehl
1/4 l heisses Wasser
Anis

Zubereitung:

Kandis in heissem Wasser auflösen und Butter schmelzen. Dann Kandislösung, Mehl, Butter, Ei und Anis zu einem flüssigen Teig verrühren. Wenn der Teig nicht flüssig genug ist, muss noch mehr heisses Wasser zugegeben werden, da die Waffelröllchen nicht zu dick werden dürfen, sonst werden sie gummiartig und nicht hart und knusprig. Den Teig über Nacht ruhen lassen, ggf. mit heissem Wasser noch weiter verdünnen.

Die Röllchen werden in einem speziellen Waffeleisen ausgebacken,

waffeleisen

bis sie goldbraun sind.

waffelnbacken

Solange die Waffeln noch heiss und weich sind, werden sie zu kleinen Rollen aufgerollt. Das hier muss meine Mutter machen, weil die Waffeln für mich immer zu heiss sind. :-)

aufrollen

Und so sehen dann die fertigen Neujahrsröllchen aus.

rollen

Man kann sie dann noch mit Rumsahne, Vanillepudding o.ä. füllen, aber das ist bei uns nicht üblich. Diese Ladung Röllchen sind auch extra eng gerollt, damit mehr in die Transportdose gehen. In diesem Sinne, einen guten Rutsch!

Sonntag, 12. November 2006

Echt ostfriesisch: Grünkohl

Heute Abend gab's bei uns ein echtes ostfriesisches Winteressen, zwar in einer etwas entschärften, weniger fetten Variante, aber sehr lecker und wie zu Hause. Ausserdem habe ich beim Schlachter, oder wie das hier heißt Metzger, immer Probleme, das Fleisch zu bekommen, was man daheim zum Grünkohl ißt. Deshalb musste ich heute auf frische grobe Mettwurst verzichten. Kohlpinkel mag ich nämlich gar nicht gerne. Aber beim nächsten Mal werden wir mal diesen Saumagen in Bratwurstform probieren, den mir die Frau beim Schlachter als Alternative empfohlen hat.

Bereits letztes Wochenende hatte ich auf dem Markt Grünkohl gekauft. Von diesem habe ich die Blätter gelöst, die Strünke entfernt und die Blätter ein wenig kleiner geschnitten. Dann habe ich den Grünkohl ca. 10 Minuten abgekocht, im Fleischwolf kleingemahlen und eingefroren. Bei frischem Grünkohl ist es wichtig, dass man mehr kauft, als man denkt, dass man braucht, weil das nach dem Putzen und Abkochen immer recht wenig wird.

Zutaten für Grünkohl:
Grünkohl frisch oder TK (Für frischen Grünkohl ist die Zubereitung wie oben beschrieben.)
etwas durchwachsenen Speck
1 Zwiebel
Öl
1-2 TL Graupen
Salz, Pfeffer, Senf

Zubereitung:
Die Zwiebel würfeln und den Speck kleinschneiden. Beides in ein wenig Öl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind, am Schluss die Graupen noch kurz mitdünsten. Dann den Grünkohl dazugeben und evtl mit etwas heissem Wasser angießen. Das Ganze solange köcheln lassen, bis der Kohl weich und die Graupen ausgequollen sind. Den Kohl mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken und genießen.

Dazu serviert man Salzkartoffeln und Kassler, Mettwurst, Kohlwurst oder auch Rippchen, was man eben am liebsten mag. Das Fleisch wird zum Ende der Kochzeit zum Kohl gegeben, so dass es darin gar ziehen kann. Und so sah das Sonntagsessen bei uns dann heute aus.

gruenkohl

Samstag, 30. September 2006

Food from outer space - Mehlpüt

Sieht aus wie eine fliegende Untertasse, ist aber ein traditionelles ostfriesisches Gericht. Die Antwort der Ostfriesen auf die Dampfnudel. :-)
Blog-Event XVII: Oktoberfest

Und mein Beitrag zum Blog-Koch-Event "Oktoberfest", denn dort gibt's ja sicher auch Dampfnudeln, Germknödel oder Artverwandtes.

In Gänze ...
mehlpuet1
... und angeschnitten...!
melpuet2

Rezept: (der ganze Teig hat 17 Punkte)

Zutaten: 260g Mehl, 1/2 Tüte Trockenhefe, 1 Ei, 1 Prise Zucker, 180 ml Milch, 1 TL Halbfettmargerine, 1 Prise Salz

Zubereitung:
Zutaten in eine Schüssel geben und den Teig gut kneten werden. Zum Aufgehen (ca. 60 Minuten) wird der Teig auf ein bemehltes Tuch an einen warmen Ort gelegt. In der Zwischenzeit wird in einem Topf Wasser zum Kochen gebracht. Der aufgegangene Teig wird mit dem Tuch unter den Topfdeckel gehängt und eine 3/4 Stunde über dem Wasser im Dampf gekocht.
Wichtig: Der Teig darf nicht im Wasser hängen und man muß aufpassen, dass das Wasser nicht verkocht. Den Mehlpütt isst man warm, mit Vanillezucker und Birnenkompott.

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